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Solidarität mit den ermordeten Gewerkschafter*innen in Odessa

Solidaritätserklärung

Solidarität mit den ermordeten Gewerkschafter*innen in Odessa

 ver.di Jugend Unruhekopf

 

Stellungnahme der ver.di Jugend Bayern

Solidaritätserklärung mit den ermordeten Gewerkschafter*innen in Odessa


Wir, die ver.di Jugend Bayern, erklären uns solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen und all denen, die am 2. Mai 2014 im Gewerkschaftshaus von Odessa Zuflucht gesucht haben und darin ermordet wurden.

Am 2. Mai 2014, wurde in Odessa das zentrale Gebäude der Gewerkschaften von Anhängern des „Rechten Sektors“ und Hooligans sowie vermutlich auch Nahestehenden der Swoboda, gestürmt und anschließend in Brand gesteckt, nachdem diese mehrere AntifaschistInnen, welche im Gewerkschaftshaus Zuflucht suchten, bis dorthin verfolgt hatten. Die Polizei unternahm zunächst nichts, stand teilnahmslos da und rückte erst vor, als das Gewerkschaftshaus bereits lichterloh brannte.

46 Menschen starben in dieser Nacht, mindestens 70 wurden verletzt. Wer nicht im Feuer verbrannte, erstickte oder sich in der Not aus einem Fenster stürzte und es schaffte lebend aus dem brennenden Gebäude zu entkommen, wurde draußen von bewaffneten, faschistischen Schlägertrupps empfangen.

Auch wenn die genauen Umstände die zu dieser Tragödie geführt haben immer noch unklar sind, so sehen wir doch ein sehr eindeutiges Zeichen darin ein Gewerkschaftshaus anzuzünden, in dem Menschen Zuflucht gesucht haben.

Die Geschichte zeigt uns, dass dies der Anfang vom Ende sein kann!

Am 2. Mai 1933 stürmten deutsche Faschisten die Gewerkschaftshäuser, 81 Jahre danach, am 2. Mai 2014 stecken ukrainische Faschisten das Gewerkschaftshaus in Odessa in Brand.

Wir sind zutiefst erschüttert und beunruhigt über die Vorgänge in diesem Land. Unser Beileid gilt all den Angehörigen der Opfer vom 2. Mai 2014, unsere Solidarität allen Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine.

Alerta, Alerta Antifascista!

 

Landesjugendvorstand der ver.di Jugend Bayern, 18. Mai 2014